Mobile Recruiting ist die Realität



Wenn wir mal ehrlich zu uns selbst sind, legen wir das Smartphone kaum noch aus der Hand. Da technische Geräte uns viele Dinge im Alltag erleichtern, können wir nicht mehr ohne. Nie war die Beschaffung von Informationen leichter. Auch nach Jobs können wir heutzutage zu jeder Zeit und von überall aus suchen. Im Personalmarketing spricht man deshalb immer öfter vom Mobile Recruiting, das schon längst kein Trend mehr ist, sondern viel mehr die Realität! 

Egal ob bei kleinen und mittleren Unternehmen oder bei Konzernen – alle Strategien müssen mobile gedacht werden, um die Zielgruppen zu erreichen. Und egal ob im Marketing, der PR oder im Recruiting – mobile Ansichten werden heutzutage von den Stakeholdern vorausgesetzt. Nicht nur Kunden springen ab, wenn das Surfen auf der Unternehmenswebsite erschwert wird und zu kompliziert ist. Auch bei der Bewerbersuche sollten Unternehmen einige Dinge beachten, um wertvolle potentielle Kandidaten nicht zu verlieren: 

  • Mobile Ansicht der Website
  • Online-Auftritt auf sozialen Netzwerken
  • Mobile Stellenanzeigen 
  • Möglichkeit einer mobilen One-Click-Bewerbung 

Mobile Ansicht der Website ist das A & O!

Zum einen ist die mobile Ansicht der Website und der Karriereseite natürlich wichtig für die einfache Bedienung und einen attraktiven Unternehmensauftritt. Zum anderen beeinflusst die mobile Ansicht das Google-Ranking positiv. Denn falls Sie keine mobile Ansicht haben, springen Besucher der Website schnell wieder ab, was sich negativ auf das Ranking auswirkt. Je einfacher die Bedienung und je besser die Informationen auf der Website auffindbar sind, desto positiver wirkt sich das auf die Suchmaschinenoptimierung aus. Die Reichweite wird demnach enorm durch mobile Maßnahmen gesteigert. Neue Zielgruppen können erreicht werden und auch die Interaktion zwischen Bewerbern und Recruitern kann intensiviert werden. Dies ist beispielsweise durch Apps oder Chats auf den Websites möglich, die die Kommunikation und Kontaktaufnahme zudem beschleunigen. Am Anfang stehen jedoch die Ziele, auf denen die Prozesse dann aufbauen.

Eine unkomplizierte Bewerbungsphase wird nur dann ermöglicht, wenn die Maßnahmen vom Employer Branding bis zum Bewerbungsprozess gut durchdacht und miteinander verknüpft sind. Personaler müssen sich demnach in potentielle Kandidaten hineinversetzen und die Touchpoints so einfach wie möglich gestalten. Ohne Hürden und mit einfachen mobile Recruiting Verfahren erhält der Bewerber einen positiven ersten Eindruck vom potentiellen neuen Arbeitgeber. 

Online-Auftritt auf sozialen Netzwerken ist ein Muss für die junge Zielgruppe

Generell ist ein ansprechender Online-Auftritt natürlich auch wichtig für Unternehmen. Dass die Unternehmensprofile über Facebook, LinkedIn, XING & Co. leicht über das Smartphone aufrufbar sind, steht außer Frage. Auf den für die Zielgruppe wichtigen Kanälen aktiv zu sein, ist nicht nur für das Google-Ranking wichtig, sondern auch um als moderner Arbeitgeber aufzutreten. Existiert kein Unternehmenskonto in sozialen Netzwerken, bleibt man für eine große Anzahl von Menschen unsichtbar und existiert praktisch nicht. Vor allem, wenn Unternehmen auf der Suche nach neuen qualifizierten Mitarbeitern sind, sollten sie sich je nach Branche zumindest auf den Businessnetzwerken oder auf den für die Zielgruppe relevanten sozialen Netzwerken aktiv zeigen. XING ist vor allem für deutsche Unternehmen ein geeigneter Kanal, LinkedIn ist internationaler ausgerichtet, bietet aber generell mehr Möglichkeiten zur Interaktion und gewinnt dadurch auch in Deutschland an Nutzern dazu.

Was Sie bei mobile Stellenanzeigen beachten müssen

Rund 83% der potentiellen Kandidaten lesen Stellenanzeigen mittlerweile über ihr mobiles Endgerät, mit steigender Tendenz. Das bedeutet, dass es ohne Frage unumgänglich ist, Stellenangebote online zu platzieren. Dass die Ausspielung der Anzeige auf Jobplattformen bei Kandidaten in mobiler Ansicht angezeigt wird, ist ziemlich sicher. Jetzt sollte Ihre Unternehmenswebsite wie bereits gesagt, problemlos auf dem Smartphone zu öffnen sein, damit die Stellenanzeige auch auf der Karriereseite schnell aufrufbar ist. Wenn Sie die Stellenanzeige zusätzlich auf sozialen Medien ausspielen möchten, ist dies natürlich auch möglich und besonders für jüngere Zielgruppen eine effektive Maßnahme zur Kandidatenansprache. 

Alle Veröffentlichungen der Stellenanzeige haben jedoch eins gemeinsam: Der Content muss auf kleinstem Bildschirm gut lesbar sein und zusätzlich ansehnlich sein. Mobile First muss bei jeder Umsetzung an erster Stelle stehen! Bei Stellenanzeigen mit mobiler Ansicht sind auch Videos und Bilder erwünscht, um den Arbeitgeber lebendiger und authentischer darzustellen.

Mobile Recruiting: Mit einem Click zur Bewerbung

Hat das Stellenangebot den Kandidaten erst einmal überzeugt, sollte der Weg zur Bewerbung nicht mehr weit sein. Da viele Bewerber nicht das gesamte Portfolio an Bewerbungsunterlagen auf dem Smartphone haben, empfiehlt sich für die erste Kontaktaufnahme eine One-Click-Bewerbung über einen „Jetzt bewerben!“-Button. Über diese werden erste Daten auf einer (mobile optimierten) Landingpage abgefragt, welche das Bewerbermanagementsystem des Unternehmens im Nachhinein speichert. Der Bewerber muss lediglich ein paar Felder zu Kontaktdaten angeben und erste Informationen zu sich selbst preisgeben. Lebenslauf und weitere Zeugnisse sind erst in einem späteren Schritt von Bedeutung. So kann ein Unternehmen unkompliziert den Eingang an Bewerbungen erhöhen und auf die Bedürfnisse der potentiellen Kandidaten eingehen, indem das Bewerbungsverfahren unkompliziert beginnt.

Da Telefon und E-Mail eher wegfallen, wenn Kandidaten sich online und über das Smartphone oder Tablet nach Jobs umschauen, ist diese Methode mit nur einem Klick zum Bewerbungsverfahren wohl die schnellste und einfachste. Hinzu kommt, dass es mittlerweile schon oft möglich ist, sich über Business-Netzwerke per One-Click zu bewerben. Da dort der Lebenslauf bereits hinterlegt ist, ruft das Bewerbermanagementsystem die Informationen des XING oder LinkedIn Profils auf und füllt die Felder automatisch. Bewerber sparen damit Zeit und Recruiter erhalten erste nützliche Informationen, zur Beurteilung. Fällt der Bewerber in diesem ersten Schritt positiv auf, werden im zweiten Schritt die restlichen Unterlagen eingefordert. Wenn nötig, können Personaler an dieser Stelle nach einem Anschreiben und Zeugnissen fragen. 

Generell sollte immer je nach ausgeschriebenere Stelle und Branche abgewogen werden, auf welchen Kanälen eine One-Click-Bewerbung sinnvoll ist. Möglich wäre beispielsweise auch ein Button, über den sich Bewerber die Stellenanzeige an die E-Mail Adresse senden können. Anschließend kann dieser sich von zuhause aus mit vollständigen Bewerbungsunterlagen bewerben.

Denken Sie mobile im Recruiting!

Mobile Recruiting muss in allen Prozessen des Employer Branding und des Bewerbungsverfahrens integriert sein. Dabei sollten die Online-Kampagnen mit den Offline-Maßnahmen verbunden sein, indem beispielsweise QR-Codes im Print genutzt werden, um auf die Karriereseite aufmerksam zu machen etc. Über allem stehen natürlich immer die Ziele der Organisation, mit denen die gesamte Strategie in Einklang stehen sollte. 

Was Sie für Ihr Unternehmen mitnehmen sollten: Wer heute nicht mobile denkt, der ist ganz schnell weg vom Fenster und vom Bildschirm. Denn die Konkurrenz macht es bereits besser und hat sich auf die Nutzerbedürfnisse der Zielgruppen eingestellt. Egal in welcher Branche, ob Sie neue Mitarbeiter oder neue Kunden suchen: alle besitzen ein Smartphone und sind online aktiv. Das, wonach sie suchen, muss über das Smartphone gut auffindbar sein.

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Social Recruiting – nur ein Trend oder doch zukunftsweisend?



Einen ausführlichen, einführenden Artikel in das Thema Social Recruiting haben wir hier bereits geschrieben. In diesem Blogbeitrag soll es nun darum gehen, ob Social Recruiting nur ein weiterer Trend ist, oder für Unternehmen doch Zukunftspotential hat. Experten, die aus diesem Gebiet kommen, können sich die Frage vermutlich selbst beantworten. Anderen sagt dieser Begriff vielleicht noch nicht viel, weshalb wir noch einmal kurz genauer auf den Begriff eingehen und die Vorteile darstellen.

Was ist Social Recruiting genau?

Social (Media) Recruiting steht umfassend als Begriff für alle Recruiting Maßnahmen, die mit Social Media Kanälen in Verbindung stehen. Es ist einer der bedeutendsten Trends der letzten Jahre für das Recruiting. Das Social Recruiting lässt sich in zwei Bereiche aufteilen:

Direktes Social Recruiting, sprich: die direkte Ansprache von potentiellen Kandidaten über Social Media Kanäle. Dies wird im HR-Bereich auch Active Sourcing genannt.

Des Weiteren gibt es das indirekte Social Recruiting. Dies sind alle Maßnahmen, die über beworbene Anzeigen laufen und als Werbebanner in sozialen Netzwerken ausgestrahlt werden. So bekommen latent suchende Kandidaten Jobangebote angezeigt und bestenfalls generiert ein Unternehmen dadurch Bewerber. Diese Art des Recruitings wird auch als Programmatic Job Advertising bezeichnet.

Social Recruiting gewinnt an Bedeutung für HRler, um im War for Talents mithalten zu können. Der Einsatz dieser Maßnahmen über Social Media beeinflusst somit auch die Informationsphase der Candidate Journey. Unternehmen müssen ihre Recruiting Strategie verfeinern, wenn Social Recruiting angewandt werden soll. Sie sollten sich auch bewusst sein, dass all diese Maßnahmen zur Arbeitgebermarke beitragen. Das Employer Branding spielt bei der Überzeugung von potentiellen Kandidaten für einen Arbeitgeber eine wichtige Rolle, die nicht unterschätzt werden sollte. Jeder Auftritt, ob vom Unternehmen selbst, oder Bewertungen von Arbeitnehmern auf kununu.de spielt in das Image des Unternehmens mit rein. Schlussendlich entscheidet sich der Bewerber, ob er sich eine Zukunft bei Ihrem Unternehmen vorstellen kann, oder nicht. Es ist aber in jedem Fall notwendig, sich über soziale Medien authentisch darzustellen und auf sich aufmerksam zu machen. Ob indirekt, oder durch eine direkte Ansprache von Kandidaten.

Welche Vorteile hat Social Recruiting? 

Laut einer 2019 durchgeführten Studie zum Thema Social Recruiting und Active Sourcing, die von Monster in Auftrag gegeben wurde, haben sich 36,4% der Kandidaten durch die Direktansprache bei einem Unternehmen beworben, bei dem sie sich sonst nicht beworben hätten. Dies zeigt bereits das Potential von Active Sourcing. Weitere Vorteile von Social Media Recruiting sind folgende:

  • Steigerung der Online Präsenz, sowie der Bekanntheit und der Employer Brand mittels durchdachter Kampagnenstrategie
  • Geringere Kosten als bei Printanzeigen oder Jobbörsen 
  • Gezieltes Targeting der gewünschten Zielgruppe
  • Auch passive und latent suchende Kandidaten erreichen
  • Effektive und skalierbare Ergebnisse durch Sammlung von Daten durch eine Software und Präsentation dieser über ein Dashboard
  • Vereinfachter Bewerbungsprozess: Mobil optimierte Stellenanzeigen und One-Click Bewerbung per Smartphone

Die Zahlen sprechen für sich

Die Nutzerzahlen von sozialen Netzwerken steigen stetig. In Deutschland hat Facebook bereits 32 Mio. Nutzer, von denen 23 Mio. täglich aktiv sind. XING wird von 15 Mio. Deutschen genutzt und LinkedIn geht auf 13 Mio. zu. Auch die Video- und Foto-Sharing Plattform Instagram kann mit 25 Mio. monatlich aktiven Nutzern glänzen. Die Nutzerzahlen sprechen demnach für sich. Bereits 40% der deutschen Unternehmen machen von Social Media Gebrauch. Unternehmen, die keinen Mehrwert für sich in der potentiellen Zielgruppe sehen können, die sich dort bietet, bleiben für Millionen von Menschen unsichtbar. 

Schlussendlich die Frage: Ist Social Recruiting nur ein weiterer Trend? 

Solange Social Media Kanäle die Bedeutung behalten, die sie momentan in unserer Gesellschaft haben, wird auch der Trend des Social Recruitings weiter bestehen. Social Recruiting ist eine optimale Ergänzung für weitere Recruiting Strategien, da auch die nicht aktiv suchenden Kandidaten angesprochen werden. Diese machen immerhin 30-50% des Kandidatenpools aus, weshalb die Anzeigenschaltung über soziale Netzwerke im War for Talents eine wichtige Rolle spielt. Durch einen auf die Zielgruppe angepassten Maßnahmen-Mix, können Unternehmen die Kandidaten bestmöglich erreichen. Aus diesem Grund sehen wir in diesem Thema nicht nur einen Trend, sondern auch sehr viel Zukunftspotential für eine etablierte Strategie im HR-Bereich für alle Unternehmen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Unternehmen haben dadurch die Möglichkeit, gezielt eine Menge an Menschen zu erreichen.

Nur wer auf den Social Media Zug aufspringt und die kommunikativen Vorteile der Plattformen kennt, kann in Zukunft mithalten. Es bringt nichts, darauf zu warten, dass die Bewerber von selbst kommen. Sie müssen einen, wenn nicht mehrere Schritte auf die Kandidaten zugehen und sich präsent zeigen! Sowohl offline, aber vor allem online! Denn dort hält sich die Zielgruppe von heute und morgen auf.

Wenn Sie mehr über Social Recruiting wissen wollen, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

Der erste Eindruck zählt – 5 Tipps, wie Ihr Unternehmen bei Bewerbern punktet



In unserem letzten Blogbeitrag haben wir bereits einige Fehler aufgelistet, die Unternehmen während des Bewerbungsprozesses unterlaufen können. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen fünf Tipps geben, wie Sie als Unternehmen bei Bewerbern einen positiven ersten Eindruck hinterlassen. Dadurch erhöhen Sie die Chance, mehr Bewerbungen auf freie Stellen zu erhalten und somit auch mehr qualifizierte Fachkräfte an Land zu ziehen.

Wie Bewerber ihre Arbeitgeber selbst aussuchen und was sich dadurch geändert hat

Bewerber sind heutzutage in einer besseren Position als früher. Durch den Fachkräftemangel und den daraus resultierenden „War for Talents“, kämpfen die Unternehmen wortwörtlich um die besten Mitarbeiter. Das spielt beliebten Kandidaten in die Karten, denn durch den Arbeitnehmermarkt können sie sich ihren Arbeitgeber selbst aussuchen. Besonders junge Berufseinsteiger suchen hauptsächlich online nach passenden Jobangeboten.

Stellenanzeigen sind ein Weg, wie Bewerber auf Ihr Unternehmen aufmerksam werden. Es gibt natürlich auch Studienabsolventen, die bereits ganz genau wissen, bei welchen Unternehmen sie gern arbeiten möchten. Meistens haben diese Unternehmen eine positive Arbeitgebermarke und weniger Probleme, passende Arbeitskräfte zu finden. Das geht nicht allen Unternehmen so. Bei weniger bekannten Firmen muss zuerst der ausgeschriebene Job stimmen. Wenn eine freie Vakanz die Bewerber interessiert, wird das ausgewählte Unternehmen besonders unter die Lupe genommen. Website, Karriereseite, der Auftritt in sozialen Medien und Bewertungsportale stehen ganz oben auf der Liste. 

Tipp Nr. 1: Kreieren Sie eine starke Arbeitgebermarke!

Spätestens an diesem Punkt, spielt die nach außen getragene Arbeitgebermarke bei jedem Unternehmen eine wichtige Rolle im weiteren Prozess. Ein positives Image füllt demnach nicht nur Geld in die Kassen von beliebten Marken und dem dazugehörigen Unternehmen, sondern bringt auch viele Bewerbungen auf den Tisch der Personalabteilungen. 

Um dies zu erreichen, muss Employer Branding betrieben werden. Dafür ist die Kommunikation, sowohl intern als auch extern, von hoher Bedeutung. Unternehmen müssen sich klar sein, wie sie sich positionieren und von anderen Wettbewerbern abgrenzen wollen. Hierbei empfiehlt es sich, Mitarbeiter mit einzubeziehen und Feedback einzuholen. Dies stärkt das Gemeinschaftsgefühl und prägt die Kommunikationskultur. Im gleichen Zug wird die Corporate Identity gefördert. Ein Leitbild zu entwickeln ist ein Prozess und braucht Zeit. Zu Anfang sollten sich folgende Fragen gestellt werden: Wer sind wir und was wollen wir? 

Damit diese Positionierung auch glaubwürdig ist, sollte sie realistisch sein und der Wahrheit entsprechen. Ansonsten erleben Bewerber beim Einstieg in das Unternehmen eine unerfreuliche Überraschung. Sobald die Erwartungen nicht erfüllt werden, sind diese enttäuscht und die Reputation würde darunter leiden. Es kann sogar zu schlechten Bewertungen für den Arbeitgeber auf Bewertungsplattformen kommen.

Tipp Nr. 2: Kommunizieren Sie die Unternehmenswerte und leben Sie diese!

Um einen Reputationsverlust zu verhindern, sollte ein Unternehmen die Werte stets leben und klar kommunizieren. Demnach sollte das nach außen kommunizierte Leitbild dem Corporate Behaviour nicht widersprechen. 

Bewerber passen sich immer weniger an die Kultur des Unternehmens an. Meistens gucken sie im Vorhinein, ob das Unternehmen von den Werten her zu ihnen passt und suchen sich dieses danach aus. Auch für Unternehmen ist es nur von Vorteil, wenn die Mitarbeiter sich mit der Unternehmenskultur und den gelebten Werten identifizieren können. Das steigert die Zufriedenheit und fördert die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen. Eine geringe Fluktuation ist sowohl wirtschaftlich gesehen, als auch für das Image förderlich. Zudem sind ein positives Arbeitsklima, sowie motivierte und zufriedene Mitarbeiter das Beste, was einem Unternehmen passieren kann. Loyale Mitarbeiter wie diese können nämlich erheblich dazu beitragen, neue Mitarbeiter zu werben, indem sie positiv über das Unternehmen sprechen. Ob als Bewertung auf kununu.de oder im Bekanntenkreis – die Meinung verbreitet sich. 

Tipp Nr. 3: Animieren Sie zufriedene Mitarbeiter zu Bewertungen!

Wenn Sie das Gefühl haben, viele zufriedene Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen zu haben, lohnt es sich auf jeden Fall, sie zu Bewertungen zu animieren. Diese spiegeln den Arbeitsalltag wieder und geben einen authentischen Einblick in das Unternehmen, indem verschiedene Aspekte beleuchtet werden. Auf der Plattform Kununu werden immer mehr Bewertungen von interessierten Kandidaten gelesen. Da viele Menschen bereits beim Kauf eines Produktes Bewertungen auf Amazon durchlesen, ist es umso wahrscheinlicher, dass auch bei der Berufswahl genauer hingesehen wird. Man möchte schließlich keine bösen Überraschungen erleben und informiert sich deshalb sehr genau über den späteren Arbeitgeber. Laut einer 2018 von Bitkom durchgeführten Studie informieren sich 36,6% der potentiellen Bewerber auf dieser Plattform über Ihr Unternehmen. Hier ein paar Gründe, weshalb Sie von Bewertungen auf Kununu profitieren können:

  • Das Unternehmen kann aus allen Bewertungen nur lernen, Missstände aufklären und verbessern.
  • Zudem bekommen potentielle Bewerber einen ersten Eindruck und lesen nicht nur die Bewertungen von ehemaligen, eventuell unzufriedenen Mitarbeitern. Dies könnte nämlich erheblich auf die Entscheidung einwirken, ob ein Kandidat sich beim Unternehmen bewirbt oder nicht.
  • Es sind allerdings nicht nur die Bewertungen allein wichtig. Generell wird ein positiver erster Eindruck geschaffen, wenn das Unternehmen auf Kommentare reagiert und einen Dialog schafft. Ob negativ oder positiv, dies zeigt, dass dem Unternehmen die Meinung der Mitarbeiter wichtig ist und sie gehört werden. Wie Sie auf negative Kommentare reagieren, erfahren Sie hier.

Tipp Nr. 4: Punkten Sie mit Ihrem Online-Auftritt!

Tolle Stellenanzeigen sind nicht alles. Potentielle Bewerber schauen sich Ihren Auftritt in sozialen Netzwerken und Ihre Webseite ganz genau an. Die Performance muss stimmen, um Kandidaten zu überzeugen. Bewerber müssen sich nicht nur mit dem Job, sondern wie bereits erwähnt auch mit dem Unternehmen identifizieren können. Leadership Werte sollten demnach auf der Karriereseite, in sozialen Netzwerken oder auch in Stellenausschreibungen zum Ausdruck gebracht werden.

Apropos Karriereseite, ein besonders wichtiger Punkt. Wenn Sie noch keine Seite haben, auf der Sie Mitarbeiter über freie Stellen informieren, sollten Sie dies schnell nachholen. Mittels einer Karriereseite präsentieren Sie sich bei potentiellen Bewerbern als attraktiver Arbeitgeber. Überzeugen Sie mit ausreichend Informationen über das Unternehmen und dessen Benefits.

Tipp Nr. 5: Authentischer Content vom Arbeitsplatz ist King!

Videos und Fotos des Arbeitsplatzes werden von Bewerbern gern gesehen. So können diese sich ein erstes Bild von der potentiellen neuen Umgebung machen. Es empfiehlt sich beim Arbeitgeberauftritt keine Stockbilder zu verwenden, sondern Fotos von echten Mitarbeitern auf die Karriereseite zu bringen. Dies wirkt authentischer und hat eine emotionalere Wirkung auf den Betrachter. Nichts ist schlimmer, als wenn ein Bewerber auf verschiedenen Unternehmenswebseiten über die selben Bilder stolpert. Zudem ist der Inhalt auf der Website auch wichtig – Floskeln, die jeder verwendet, sind zu nullachtfünfzehn. Nehmen Sie sich Zeit, guten und vor allem für die Bewerber ansprechenden Content mit Mehrwert zu erstellen. Es zahlt sich garantiert aus, wenn Sie sich von anderen Unternehmen abheben! Die Unternehmenswebsite ist Ihre Visitenkarte und hinterlässt einen prägenden Eindruck bei potentiellen Kandidaten. Dementsprechend sollten Sie bei der Erstellung der Inhalte immer die Zielgruppe im Hinterkopf behalten.

Wie Sie Ihre Mitarbeitergewinnung in sozialen Medien und auf Businessnetzwerken steigern können, erzählen wir Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch. Hier können Sie Kontakt zu uns aufnehmen!

So vergraulen Unternehmen potentielle Bewerber bereits vor dem Vorstellungsgespräch



Der Weg eines potentiellen Bewerbers ist meistens lang und die Wahrscheinlichkeit der Fehler, die beim Bewerbungsprozess passieren können, hoch. Für einen reibungslosen Ablauf und eine hohe Anzahl an Bewerbungen, sollten Unternehmen die Fauxpas, die wir Ihnen in diesem Beitrag aufzeigen, vermeiden. So vergraulen Sie Bewerber nicht schon vor dem Vorstellungsgespräch.

Was bei Stellenanzeigen alles schieflaufen kann

In unserem Beispiel wird der potentielle Bewerber Hannes zuerst durch eine Stellenanzeige auf Ihr Unternehmen aufmerksam. Damit der junge Berufseinsteiger nicht direkt auf andere Jobangebote schielt, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Eine fehlerfreie Stellenanzeige wird vom Bewerber vorausgesetzt. Sowohl Inhalt als auch Rechtschreibung sollten stimmen.
  • Zu wenig Information über die zukünftige Stelle verhindert, dass das Interesse beim Bewerber geweckt wird.
  • Die Aufgaben sollten klar definiert sein, damit der Bewerber eine realistische Vorstellung von dem Job bekommt und im Nachhinein nicht enttäuscht ist.
  • Keine Benefits aufzulisten ist, als würde ein Unternehmen das Beste vorenthalten. Natürlich locken Informationen wie diese potentielle Bewerber an, denn diese vergleichen ihre Möglichkeiten und suchen sich den besten Arbeitgeber aus.
  • Die Eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht – zu viele Forderungen schrecken die Bewerber ab. Die meisten von ihnen bewerben sich erst gar nicht, wenn sie nicht über alle der geforderten Qualifikationen verfügen. Bestenfalls kategorisieren Sie Anforderungen nach „Must-Have’s“ und „Nice-to-have’s“. Fähigkeiten, die ein Bewerber auf jeden Fall für die ausgeschriebene Stelle haben sollten sind natürlich ein Must-Have. Alle anderen, die „nice to have“, aber nicht zwingend erforderlich sind, fallen unter den zweiten Punkt. Somit fühlen sich mehr Kandidaten motiviert, eine Bewerbung loszuschicken und denken nicht von vornherein, dass sie unterqualifiziert sind.

Wir gehen davon aus, dass Ihre Stellenanzeige überzeugt hat und Hannes über alle Qualifikationen verfügt. Er hat Interesse an der offenen Stelle und informiert sich auf Ihrer Website über seinen möglichen zukünftigen Arbeitgeber.

Wie gut ist Ihr externer Unternehmensauftritt?

Der externe Auftritt gibt dem Bewerber einen Eindruck vom Unternehmen. Sie selbst können diesen Eindruck positiv beeinflussen und sind für die Außendarstellung verantwortlich. Folgende Punkte sollten Ihnen zu denken geben, wenn es Ihr Ziel ist, Mitarbeiter zu gewinnen:

  • ein schlechter Internetauftritt, z.B. keine ansprechende Website, ohne mobile Ansicht
  • keine Karriereseite
  • keine Nutzung von Social Media

Insgesamt wirkt der Unternehmensauftritt nicht zeitgemäß und es ist in dem Fall kaum möglich, junge Menschen von sich zu überzeugen. Auch hier heißt es: der erste Eindruck zählt. So wie Kleider Leute machen und wie wir uns eine Meinung von anderen Menschen bilden, verhält es sich auch mit dem Online-Auftritt. Da immer mehr Menschen im Web nach potentiellen Arbeitgebern suchen, empfiehlt es sich, den Unternehmensauftritt online zu optimieren. Eine ansprechende Website, auf der die Kandidaten sich ausreichend über das Unternehmen informieren können, ist bereits der erste Schritt. Wenn dem Ganzen eine Karriereseite hinzugefügt wird, mit wichtigen Informationen zum Berufsleben, läuft es mit dem Employer Branding schon ganz gut. Der Karriere-Button sollte leicht auffindbar auf der ersten Seite platziert sein. So wird ihr Unternehmen direkt als möglicher Arbeitgeber wahrgenommen.

Nutzen Sie nun noch soziale Netzwerke, um Ihre Inhalte zu publizieren, läuft es noch besser. Im Optimalfall haben Sie bereits eine Strategie, wie Sie Ihr Unternehmen authentisch nach außen präsentieren. Mitarbeiter vorstellen, Events begleiten, Einblicke aus dem Arbeitsalltag und den Büros zeigen. Diese Impressionen machen es für den potentiellen Arbeitnehmer möglich, sich mit Ihrem Unternehmen zu identifizieren. Potentielle Bewerber informieren sich allerdings auch auf Bewertungsplattformen über Ihr Unternehmen.

Umgang mit Bewertungen auf Kununu und anderen Job Bewertungsplattformen

Bei negativen Bewertungen auf kununu.de sollte man nicht direkt in Panik verfallen. Meistens können Unternehmen von der geäußerten Kritik nur profitieren. Es ist natürlich ärgerlich, wenn diese online für jeden sichtbar ist. Dennoch ist es möglich, aus der Sache herauszukommen, indem professionell gehandelt wird. Vorsichtig formulierte Antworten, eine sachliche Sprache und gegebenenfalls Begründungen sind dabei zu empfehlen. Eine unangemessene Sprache und zu viele Rechtfertigungen wirken jedoch weniger professionell und eher abschreckend für potentielle Bewerber.

Die ersten Hürden hat Ihr Unternehmen bestanden. Sowohl die Stellenanzeige, als auch der Unternehmensauftritt und die Bewertungen bei Kununu haben Hannes einen positiven ersten Eindruck vom Unternehmen vermittelt. Er entscheidet sich für eine Bewerbung. Jedoch gibt es auch im weiteren Bewerbungsprozess einige Probleme, die auftreten können.

Fehlerfallen: Vom Bewerbungsformular bis zur Bewerbungsdauer

Dass komplizierte Bewerbungsformulare eine lange Bearbeitungsdauer haben und dies viele Nerven kostet, versteht sich von selbst. Kurz, knackig und unkompliziert wird daher von jungen Bewerbern bevorzugt. Mittlerweile besteht häufig die Möglichkeit, sich über das eigene XING oder LinkedIn Profil zu bewerben. Kurze Formulare, ohne Anschreiben, bei denen nur der Lebenslauf hochgeladen werden muss, sind auch immer gängiger und verhindern ein umständliches Bewerbungsverfahren.

Nachdem Hannes sich beworben hat, heißt es jetzt nur noch: abwarten. Aber hoffentlich nicht allzu lange!

  • Lange Antwortzeiten können Unternehmen sich in einer schnelllebigen Zeit wie heute nicht leisten. Oft liegt es auch an zu langen Entscheidungswegen und den Entscheidern selbst, die lange brauchen. Doch wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!
  • Die Bewerber werden mehrere Bewerbungen rausgeschickt haben. Wenn Sie Pech haben, waren andere Unternehmen schneller mit der Antwort und haben einen neuen Mitarbeiter dazu gewonnen. In Zeiten der Digitalisierung wird alles schneller, und somit ist die Erwartungshaltung bei den jungen Leuten an die Antwortzeit hoch!
  • Eine erste Mail mit der Bestätigung der Bewerbung ins System und transparenten Informationen über den weiteren Verlauf sind wichtig! Nach 1-2 Wochen sollten weitere Infos zur Verfügung gestellt werden, damit der Kandidat nicht zu lange wartet. Auch, wenn ein Bewerber nicht angenommen wird, muss dies professionell kommuniziert werden. Schlechte Kommunikation und ein unsympathisches Auftreten sollten generell im gesamten Prozess vermieden werden. Andernfalls könnte der Bewerber schlecht über seine Erfahrungen im Bewerbungsprozess sprechen, oder fällt für eine andere Stelle, die zu einem späteren Zeitpunkt ausgeschrieben wird, raus.

Ihr Unternehmen ist fehlerfrei?

Ihr Unternehmen macht keinen dieser Fehler? Herzlichen Glückwunsch!

Dann stehen die Chancen gut, dass Hannes bis zum Vorstellungsgespräch den Wunsch hat, bei Ihnen zu arbeiten. Ob er auch zum Unternehmen passt und sie den Kandidaten bald Ihren neuen Mitarbeiter nennen können, entscheidet das Vorstellungsgespräch.

Generell beeinflusst der gesamte Verlauf des Bewerbungsprozesses die spätere Entscheidung des Kandidaten für oder gegen das Unternehmen. Dies sollten Personaler immer im Hinterkopf haben.

Sie würden gerne wissen, wie Sie noch mehr Bewerber erreichen können? Wir beraten Sie gern zum Thema Social Recruiting.

 

Wie funktioniert Recruitment-as-a-Service?

Sicherlich haben Sie schon von Diensten wie Software-as-a-Service gehört, bei welchem man Software nicht In-House hat sondern von einem anderen Unternehmen mietet. So funktioniert auch Recruitment-as-a-Service (RaaS). Hierbei können Sie Teile Ihres Recruitingprozesses an einen externen Dienstleister wie StaffConcept abgeben.

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