Viele Unternehmen nutzen soziale Netzwerke bereits für Kundengewinnung.. Nicht nur das klassische Marketing- profitiert von einer Social Media-Präsenz – vielmehr leisten die Plattformen auch für das Personalmarketing wertvolle Dienste. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre Arbeitgebermarke auf den sozialen Medien stärken und mehr qualifizierte Bewerber erreichen können. Lassen Sie sich von unseren zehn Tipps inspirieren.

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  • Wie Sie mit einem datengetriebenen Ansatz stets die optimalen Kandidaten zu Ihrer Ausschreibung finden erhalten.

 1. Zuerst: Strategie für das Personalmarketing..

Um mit Personalmarketing auf den sozialen Medien erfolgreich zu sein, genügt es nicht, gelegentlich einen Beitrag zu posten, der nicht Teil einer übergeordneten Strategie ist. Definieren Sie Ziele, legen Sie Verantwortliche fest, stecken Sie Ihre Zielgruppe ab und entscheiden Sie, welche Inhalte Sie wann vermitteln möchten. Wenn Sie regelmäßig ansprechende Inhalte posten und auf Kommentare reagieren, gewinnen Sie interessierte Follower. So binden Sie potenzielle Kandidaten an Ihre Unternehmensmarke.

 2. Stimmen Sie die Plattform auf die Zielgruppe ab.

Platzieren Sie Ihre Inhalte auf einer Plattform, die Ihre Zielgruppe auch tatsächlich nutzt. Auf den Karrierenetzwerken Xing und LinkedIn finden Sie vorwiegend berufserfahrene Kandidaten, die zudem tendenziell wechselwillig sind. Die Altersklasse ab 35 Jahren ist hier am stärksten vertreten. Wenn Ihre Social Media-Strategie auf Experten und Führungskräfte abzielt, eignet sich LinkedIn. Für eine ähnliche Zielgruppe können Sie auch Xing verwenden, das größte Karrierenetzwerk im deutschsprachigen Raum

. Auf Facebook erreichen Sie für Ihr Personalmarketing Zielgruppen, die nicht auf den Karrierenetzwerken aktiv sind. Während viele Kandidaten, die jünger als etwa 29 sind, Instagram bevorzugen, verbringen die noch Jüngeren – also potenzielle Azubis  – ihre Zeit auf der chinesischen Video-Plattform Tik-Tok. Sie geriet für Schwächen in Datenschutz und Ethik in Kritik, doch ihre Reichweite unter Jugendlichen ist beeindruckend. Die Kampagne #movelikelidl zeigt tanzende Azubis und zählte damit bereits am ersten Tag 36 Millionen Aufrufe. Das Karriereprofil des Unternehmens Lidl gewann damit über 34.000 Follower.

3. Kommunizieren Sie Ihre Arbeitgebermarke menschlich, glaubwürdig und einheitlich.

Bewerber verschaffen sich auf Social Media-Plattformen einen Eindruck von Ihnen als Arbeitgeber. Hier verifizieren Sie das Bild, das Sie von Ihrem Unternehmen auf Ihrer Website bekommen haben. Je konsistenter und authentischer der Eindruck, den Sie hinterlassen, desto glaubwürdiger erscheint Ihr Unternehmen. Je menschlicher die Einblicke, die Sie in Ihr Unternehmen geben, desto eher fühlen sich potenzielle Kandidaten von Ihren Inhalten angesprochen.

Der Pharmakonzern Bayer setzt dieses Wissen gezielt für sein Personalmarketing ein. Er stellt auf Facebook und LinkedIn sein Mentorenprogramm vor, in dem die Teilnehmer voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen. In einem Video kommen zwei Mitarbeiter gleich selbst zu Wort und schildern ihre Erfahrungen.

 4. Sprechen Sie Bewerbergruppen gezielt an.

Den zukünftigen SEO-Manager in einer Xing-Gruppe rund um’s Thema “Digitales Marketing” ansprechen? Warum nicht: In Social Media-Gruppen finden Sie gezielt Personen mit speziellen Interessen. Bevor Sie in einer solchen Gruppe etwas posten, sollten Sie mit dem Administrator der Gruppe abklären, ob ihr Post mit den Gruppenregeln konform ist. So verhindern Sie, dass Ihre Personalmarketing-Maßnahme wie unerwünschte Werbung empfunden wird. Auch über die eigene Social Media-Karriereseite lassen sich einzelne Kandidatengruppen zielgenau ansprechen.

Die Deutsche Bahn zeigt, wie es geht. Sie postet auf Ihrer Facebook-Karriereseite ein Porträt eines Mitarbeiters, der mit 48 Jahren von einer Tankstelle zur Deutschen Bahn wechselte. Sie spricht damit gezielt Quereinsteiger an, die sich mit dem Mitarbeiter identifizieren können und dadurch motiviert werden, sich zu bewerben.

 5. Zeigen Sie potenziellen Mitarbeitern, was Sie zu bieten haben.

Scheuen Sie sich nicht, Ihre Benefits ins Rampenlicht zu rücken. Schließlich möchten Ihre zukünftigen Mitarbeiter wissen, was sie in Ihrem Unternehmen erwartet. Zeigen Sie das letzte Mitarbeiterfest, die betriebliche Ferienbetreuung für Schulkinder oder die frische Bio-Obstkiste für das ganze Team. Der Lebensmittelkonzern Unilever hält seine Mitarbeiter während der Corona-Pandemie mit Fahrrad-Benefits fit. Sein Social Media-Team postet auf Facebook Fotos von gut gelaunten Kollegen mit ihren geliehenen Sport-Rädern. So macht Personalmarketing Spaß!

 6. Stellen Sie Ihr Social Media-Team vor.

Auf sozialen Medien bauen Kandidaten einen direkten Draht zum Unternehmen auf. Sie stellen Fragen und geben ihre Meinungen kund. Sie lassen andere wissen, was ihnen gefällt und was nicht; wofür sie stehen und wofür nicht. Social Media ermöglicht eine persönliche Interaktion, wie sie bei anderen Kanälen im Personalmarketing undenkbar ist. Das Team, das den jeweiligen Kanal betreut, persönlich vorzustellen, verleiht dem Dialog mit den Interessenten Nähe Das Unternehmen bekommt ein Gesicht.

 7. Achten Sie auf einen wertschätzenden Umgang und lassen Sie Kritik zu.

Um den Umgang auf den Plattformen konstruktiv zu gestalten, lohnt es sich, ein paar verbindliche Regeln für die Kommunikation einzuführen. Bereiten Sie die verantwortlichen Mitarbeiter auf heikle Situationen vor und erstellen Sie Richtlinien: so können Sie im Zweifelsfall so konsistent und einheitlich wie möglich reagieren. Lassen Sie unbedingt kritische Stimmen zu, sonst wirkt Ihr Auftritt nicht authentisch. Nehmen Sie offen Stellung zu etwaigen Problemen. So schaffen Sie eine gute Kommunikationskultur und stärken das positive Image Ihres Unternehmens.

8. Nutzen Sie Ihr Mitarbeiter-Netzwerk.

Ein Großteil Ihrer Mitarbeiter nutzt die sozialen Medien beruflich und privat. Bewerber sind die zukünftigen Kollegen Ihrer Beschäftigten. Da liegt es nahe, das Team in Ihr Personalmarketing einzubinden und dazu zu motivieren, die Fühler ins eigene Netzwerk auszustrecken. Manche Unternehmen setzen dafür sogar gezielt materielle Anreize. Teilt ein Mitarbeiter ausgeschriebene Jobs auf den Social Media-Plattformen und es kommt dadurch zur Besetzung, erhält er eine Prämie.

9. Betreiben Sie Active Sourcing.

Was früher ausschließlich externen Headhuntern vorbehalten war, erledigen viele Personaler mit Hilfe der sozialen Medien heute selbst. Wenn Sie Kandidaten über die sozialen Medien suchen und direkt ansprechen, achten Sie darauf, die Ansprache zielgruppengerecht und individuell auszuformulieren. Das hinterlässt nicht nur einen besseren Eindruck, sondern erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Bewerber bei Ihnen zurückmeldet. Liefern Sie ein realistisches Bild der Position. So wirken Sie authentisch und unterstreichen Ihr Image als vertrauenswürdiger Arbeitgeber.

10. Beachten Sie die rechtlichen Rahmenbedingungen.

Wenn Sie die sozialen Medien für Ihr Personalmarketing nutzen, hilft es, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu kennen. Falls Sie bei Bewerbern Daten erheben, sollten Sie auf der Social Media-Plattform Facebook vorsichtig sein. Denn hier überwiegt aus Sicht des Datenschutzes im Zweifelsfall das schutzwürdige Interesse des Bewerbers. Finden Sie auf den Karrierenetzwerken LinkedIn oder Xing einen geeigneten Bewerber, dürfen Sie seine Daten auf jeden Fall für Ihr Recruiting verwenden.

 

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