Um potentielle Azubis für eine Ausbildung zu begeistern, nutzen viele Unternehmen die Möglichkeit auf Jobmessen oder in Schulen auf sich aufmerksam zu machen. Doch in Zeiten von Corona und auch danach, wird wohl erstmal alles anders sein. Deshalb müssen neue Lösungen für das Ausbildungsmarketing her. Das Anwerben von Auszubildenden ist generell schon nicht einfach. Daher empfiehlt es sich, digitale Methoden auszuprobieren, um den Nachwuchs gezielt zu erreichen!

Keine Jobmessen, kein Schulmarketing während Corona

Messen werden abgesagt, die Schulen eröffnen nur langsam wieder – Ausbildungsmarketing ist in Zeiten von Corona nicht einfach, aber auch nicht unmöglich. Größere Veranstaltungen fallen wohl erst einmal weg und auch die Schulen achten darauf, dass vorerst so wenig Schüler wie möglich unterrichtet werden – aber immerhin die Abschlussklassen. Da wird es dennoch wohl kaum möglich sein, Schulmarketing vor Ort zu betreiben. Klassische Kanäle für das Recruiting von Azubis fallen also weg. Kreative, neue und vor allem digitale Lösungen müssen her, um die Nachwuchskräfte anzusprechen. Präsentieren Sie sich deshalb online und erreichen Sie die Kandidaten dort, wo sie sich auch sonst viel aufhalten – im Netz. 

Nicht nur zu Zeiten von Corona ist dies wichtig, das war es auch davor und wird es auch bleiben. Immer mehr Unternehmen lernen aus der aktuellen Krise und nutzen das Potential, digitaler zu werden, was längst überfällig ist. Nur, weil das Thema Ausbildungsmarketing aktuell etwas in den Hintergrund rutscht, heißt es nicht, dass es bei Schülern nicht präsent ist. Wer es jetzt richtig macht und offen kommuniziert, dass das Unternehmen Nachwuchskräfte sucht, könnte aktuell viele sehr gute und passende Talente vom Bewerbermarkt abgreifen. Einige konkurrierende Unternehmen haben vielleicht schon einen Einstellungsstop veranlasst und fallen daher als Wettbewerber weg. 

Verschiebung der Beliebtheit von Ausbildungsberufen durch das Coronavirus

Aufgrund der Corona-Krise wird der Gesellschaft momentan klar, welche Berufe zu den „krisensichereren“, systemrelevanten Berufen gehören. Demnach ist zu vermuten, dass sich die Bedeutung der verschiedenen Branchen in Zukunft verschieben wird. Medizinische Berufe wie Pfleger & Co., sowie Ausbildungen im Lebensmitteleinzelhandel und in Drogeriemärkten dürften beispielsweise in Zukunft für Schulabgänger attraktiver erscheinen. 

Recruiting-Prozesse für Auszubildende digitalisieren

Die zunehmende Relevanz von digitalisierten Prozessen macht auch vor dem Ausbildungsmarketing nicht Halt – in Konzernen und KMUs. Um junge potentielle Auszubildende von sich als Unternehmen zu überzeugen, sollten Sie die Recruiting Prozesse anpassen und diese für Bewerber so einfach und digital wie möglich gestalten.

Unternehmen können potentielle Kandidaten dank der veränderten Nutzung von Medien leichter denn je erreichen. Die Herausforderung besteht bloß darin, dass die Botschaften in der Informationsflut bei der Zielgruppe ankommen. Daher müssen die Inhalte vor allem relevant sein und am besten so gezielt wie möglich ausgespielt werden. Zusätzlich sollten alle Bewerbungsschritte über das Smartphone durchführbar sein, Stichwort: Mobile Recruiting. 

Möglichkeit 1: Digitale Jobmesse für Auszubildende und Duale Studenten

ERGO macht es vor und lädt zukünftige Schulabgänger zu einer digitalen Ausbildungsmesse ein, bei der Interessierte die Möglichkeit bekommen, online einen Blick in das Unternehmen zu werfen. Auszubildende und Studierende des Versicherungskonzerns stellen ihre Berufe vor. Zusätzlich wird die Möglichkeit gegeben, sich über Live-Chats mit diesen und dem Ausbildungsteam auszutauschen. Im Anschluss können potentielle Kandidaten sich mit nur ein paar Klicks direkt bewerben.

Über Azubiyo erhalten Sie ein White Paper mit einem Leitfaden für digitale Schülermessen zum Recruiting von Auszubildenden und Dualen Studenten. Wir wünschen viel Erfolg!

Möglichkeit 2: Social Recruiting zur digitalen Ansprache der Auszubildenden über Social Media

Wem digitale Schülermessen zu viel Arbeit sind und wer mit diesen wohlmöglich zu viele Streuverluste fürchtet, der kann alternativ auch Social Recruiting nutzen!

Social (Media) Recruiting beschreibt alle Recruiting Maßnahmen, die mit der Nutzung von Social Media Kanälen in Verbindung stehen. Da alle Altersgruppen in sozialen Netzwerken aktiv sind und besonders Nachwuchskräfte darüber angesprochen werden können, ist es für das für das Recruiting eines der bedeutendsten Trends der letzten Jahre. Das Social Recruiting lässt sich in die Bereiche Active Sourcing und das Social Recruiting über Programmatic Job Advertising aufteilen. Insbesondere letzteres ist wichtig, da Sie mittels dieser Anzeigen einen großen Kandidatenpool erreichen und zwar über die gezielte Ausspielung in sozialen Netzwerken – dort, wo die Zielgruppe sich aufhält. Ob Instagram, Snapchat, Facebook oder andere soziale Netzwerke, alles ist möglich!

Social Media Kanäle sind nunmal nicht mehr zu ignorieren und haben auch laut der ARD-ZDF Onlinestudie einen immer höheren Stellenwert, wenn es um die Ansprache der Generation Y und Z geht. Passen Sie Ihr Recruiting an das Kommunikationsverhalten der Zielgruppe an und versetzten Sie sich in diese hinein! Einfache One-Click Bewerbungen, leichte Fragebögen, mit denen man vorerst die wichtigsten Informationen einholt, sollten definitiv in Erwägung gezogen werden. Personalmarketing sollte demnach zeitgemäß auf die Gegebenheiten des Web 2.0 reagieren und über Social Media mit der Zielgruppe in den Dialog treten.

 

Digital Persönlichkeit zeigen trotz Abstand während Corona

Angehende Auszubildende und Duale Studenten sehen bei den Orientierungsangeboten für nach der Schule am liebsten authentische Einblicke. Daher ist es ihnen oft lieb, wenn sie beim Tag der offenen Tür oder auf Jobmessen mit anderen Azubis über deren bisherige Erfahrungen sprechen können und so relevante Infos erhalten. Das ist für sie vertrauenswürdiger, als Informationen der HR-Abteilung oder des Ausbildungsleiters. In Zeiten von Corona ist diese Art der Informationsbeschaffung leider nicht persönlich und vor Ort möglich. Dennoch ist diese Form des Austauschs über Social Media möglich, wenn eigene Mitarbeiter als Unternehmensbotschaftern aktiv sind. Sie dienen als Ansprechpartner für zukünftige Mitarbeiter. In unserem nächsten Beitrag erfahren Sie mehr über die digitale Gestaltung von Employer Branding und über sogenannte Corporate Influencer, mit denen Sie nachhaltig Bewerber ansprechen können!

Sie wollen mehr über Social Recruiting erfahren? Kontaktieren Sie uns gern!