Social Media Kanäle werden nicht ohne Grund immer mehr genutzt, um junge Zielgruppen zu erreichen. Die Nutzung von Smartphones Nutzung und auch von sozialen Netzwerken wird laut einer Studie des BVDW zur Digitalen Nutzung in Deutschland 2018 immer intensiver. Insbesondere bei Menschen zwischen 16 und 34 Jahren ist ein Alltag ohne ein mobiles Endgerät kaum vorstellbar. Neben WhatsApp und gängigen Foto- und Video-Sharing Plattformen wie Facebook, Instagram und YouTube sind XING oder LinkedIn beliebte Plattformen für Karriereorientierte. Demnach sollten Personaler diese Kanäle für das Recruiting und Employer Branding nicht unterschätzen. Zudem sollten sie die Funktionen des jeweiligen Netzwerkes genau kennen, um die Botschaft effektiv zu vermitteln.

Große Unternehmen wie OTTO und Co. machen es mit Social Media Recruiting vor: Kandidatenansprache über Instagram, Facebook, YouTube, LinkedIn, XING und weitere soziale Netzwerke. Können mittelständische Unternehmen im Bereich Personalmarketing mit den großen Konzernen mithalten?

Mittelständische Unternehmen hinken im Personalmarketing hinterher

Einige Mittelständler versuchen es zumindest, andere haben die sozialen Kanäle in puncto Recruiting noch nicht auf dem Schirm. Letzteres ist besonders zu Zeiten des „War for Talents“ fatal. Um in Sachen Personalmarketing und Recruiting mithalten zu können und junge Nachwuchskräfte ins Unternehmen zu holen, führt heutzutage kein Weg mehr an sozialen Netzwerken vorbei.

Dies ist auch ein Ergebnis der Studie „Arbeitgeber Mittelstand: Kommunikation in Zeiten der Digitalisierung“, durchgeführt von der Hochschule Koblenz, Territory Embrace und Potentialpark. Die Studie fand heraus, dass der deutsche Mittelstand in Bezug auf Karrierewebsiten, Social Media und Onlinewerbung Nachholbedarf hat. Insgesamt wurden 300 mittelständische Unternehmen, Konzerne mit weniger als 30.000 Mitarbeitern und Familienunternehmen befragt. Zusätzlich gaben 3320 Absolventen und Studierende Auskunft über ihre individuellen Informationsbedürfnisse. Dabei kam heraus, dass 86% der Befragten Facebook nutzen und 64% Instagram. Somit sind diese Kanäle für die Ansprache der Young Professionals besonders effektiv. Nur leider werden diese bisher nur von 17% der mittelständischen Unternehmen auf Facebook abgeholt und lediglich 8% besitzen einen Instagram Kanal. Demnach besteht eindeutig mehr Potential, Studierende und Absolventen über Karrierekanäle in den sozialen Netzwerken anzusprechen.

Warum es nicht ausreicht, einen Social Media Kanal nur zu bespielen

Ein Punkt, der allerdings von vielen vergessen wird: Einen Facebook oder Instagram Kanal zu besitzen und gelegentlich mit Content zu bespielen, reicht für das Social Recruiting nicht aus. Um Effekte zu sehen und Bewerbungen zu erhalten, sollten Unternehmen Stellenanzeigen und relevante Karrierebeiträge beispielsweise über Facebook Ads bewerben. So erreichen Sie passende Kandidaten, die nach demographischen Daten, Ort und Vorlieben selektiert werden. Dies wird auch Programmatic Job Advertising genannt. Generell ist ein gelungener Auftritt in sozialen Medien auch für SEO – Search Engine Optimisation, von Vorteil, da ihr Unternehmen auf Google höher gerankt wird. Ein Social Media Auftritt ist also in vieler Hinsicht sehr vorteilhaft. Hierbei ist es aber immer wichtig, das Nutzerverhalten und die Nutzerzahlen der Social Media Kanäle im Blick zu behalten und die Kommunikationskanäle gegebenenfalls anzupassen.

Zielgruppenspezifisch vorgehen: Ansprache von Handwerkern vs. Uniabsolventen

Sucht beispielsweise ein Handwerksunternehmen nach Fachkräften, können selbst Print Anzeigen lokal noch gut funktionieren. Handwerker sind eher weniger in Businessnetzwerken vertreten, weshalb es sich für diese Zielgruppe anbietet, die Stellenanzeige auf alltäglichen sozialen Netzwerken auszuspielen und zu bewerben. Auch Kleinanzeigen ist eine kostengünstige Alternative. Uniabsolventen oder Studierende hingegen findet man schon eher auf XING oder LinkedIn, wobei es sich auch in diesem Fall lohnt, Werbeanzeigen auf üblichen Plattformen wie Instagram und Facebook zu schalten. Der Grund dafür ist, dass nicht zwingend jeder auf den Businessplattformen aktiv ist. Die auf Facebook oder Instagram eingeblendeten Anzeigen verweisen mit einem Linkt auf die Karriereseite oder eine weitere Facebook-Seite des Unternehmens. Bestenfalls spielen Sie die Job-Empfehlungen zu der Zeit aus, zu der sich die Zielgruppe viel in sozialen Netzwerken aufhält – morgens vor, oder abends nach der Arbeit. Somit sprechen Sie auch Kandidaten an, die sich nicht aktiv nach einem neuen Job umschauen.

Die Kombination macht’s!

Social Media Recruiting verfügt demnach über viele verschiedene Möglichkeiten der Kandidatenansprache und sollte deshalb nicht unterschätzt, sondern genutzt werden.

Auch, wenn Personaler die klassischen Maßnahmen der Personalsuche weiterhin nutzen, ist es ratsam, diese Methoden mit Social Recruiting zu ergänzen. Durch diese Strategie beschleunigen Sie die Personalsuche, indem Sie effektiv geeignete Kandidaten ansprechen. Außerdem können Sie im „War for Talents“ mithalten, da Sie ihr Unternehmen in sozialen Netzwerken sichtbar machen.

Wenn Sie mehr über Social Recruiting erfahren möchten, schreiben Sie uns! Wir beraten Sie gerne!

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